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1600 n. Chr. - 20. Jhd

Um 1650, nach dem Tod des letzten von Schwalbach, kamen diese Hubengerechtigkeiten an dessen Schwager und damit an die Familie der Ritter von Grünstein.

Der Vertragspartner war allerdings jetzt schon der Landgraf von Hessen und somit ging der Einfluß des Mainzer Erzbischofs endgültig verloren. Die Ritter von Grünstein trugen das Lehen zu Lindschied bis zum Jahre 1816. Bei der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress schaffte es der Herzog von Nassau, seine Macht bis an den Rhein auszubreiten. Lindschied fiel also nun an das Herzogtum Nassau. Die neuen nassauer Zeiten brachten viel Gutes. Die Leibeigenschaft wurde aufgehoben und man war nun freier Bürger. Ein Lehrer wohnte nun in Lindschied und im Jahre 1883 entstand das eigene Schulhaus. Aber zur gleichen Zeit versuchten die Nassauer auch, ihre Zentralgewalt zu stärken. Die Eigenständigkeiten der einzelnen Dörfer wurden aufge-hoben, um die Verwaltung in einem Einheitsschema zu erleichtern. Dieser Zentralisierung fiel auch das Gemeindewappen zum Opfer. Wie aus der Schulchronik* zu erfahren ist, brach am 2. Ostertag des Jahres 1818 eine Feuersbrunst in Lindschied aus. 2 Häuser wurden dabei in Schutt und Asche gelegt. Am 23. Juni brach in Heimbach ebenfalls eine Feuersbrunst aus, welche 9 Häuser und 6 Scheunen nebst Stallungen zerstörte. Die Brände wurden durch eine Brandstifterin aus Springen gelegt, welche später zu 9 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, sich aber darauf das Leben nahm.

Aus genannter Schulchronik ist auch ersichtlich, dass es wohl im Jahre 1846 und 1869 ein Erdbeben in Lindschied gegeben hat. Bürgermeister Lindschieds im Jahre 1863 war Johann Philipp Knab.

Das Herzogtum Nassau sollte jedoch nicht das letzte Herrscherhaus über Lindschied bleiben. Im Jahre 1866 fiel das Herzogtum an die Preußen. Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges 1918 war Lindschied also preußisch. Die neuen Zeiten der Demokratie in der Weimarer Republik währten bekanntlich nicht allzu lange, sodass auch Lindschied die Zeit des Dritten Reiches und damit verbunden des Zweiten Weltkrieges durchlebte. Mit Sicherheit haben sich die Rechte und die Freiheiten der Menschen, die in Lindschied lebten, von Geschichtsabschnitt zu Geschichtsabschnitt gewandelt. Die Freiheit wurde immer größer. Aus dem Huben, dem Leibeigenen, wurde der freie Bürger der Bundesrepublik Deutschland.

 

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