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600 v. Chr. - 400 n. Chr.

Die Geschichte unseres Heimatortes reicht weit in die Jahrhunderte zurück. Wir wollen es wagen, uns auf die Zeiten der Historie einzulassen und dabei versuchen, uns besonders in das Leben der Menschen hineinzudenken, die diese Zeiten prägten.

Lange Zeit war der Taunus von Menschen unbewohnt. Der schieferhaltige Boden war für die ersten Ackerbauern keine bevorzugte Gegend. Erst als die Bevölkerungszahlen zunahmen und man gezwungen war, neue Gebiete zu suchen, um diese zu kultivieren, drangen aus der Wetterau um 600 v. Chr. kleinbäuerliche Urnenfeldernachfahren (Hühnen) in den Taunus vor. Sie besiedelten vereinzelt die Höhen des Taunus, da die Täler zu sumpfig waren. Die spätere Hallstattzeit, wie diese Kultur zu benennen ist, ging von 660 bis etwa 400 v. Chr. . In dieser Zeit entstanden die Dörfer Born und Kemel. Der Name Kemel selbst stammt aus der Zeit der Kelten, die zu Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. im Taunus Fuß fassten und die Kultur der Hallstattzeit ablösten. Im zweiten Jahrhundert dringen dann vereinzelt Germanenstämme in den Taunus vor und drängen die Kelten zurück. In all dieser Zeit ist das, was wir heute als die Gemarkung Lindschieds kennen, von keinem Menschenfuß betreten worden und wenn, dann um dieses Gebiet als Jagdrevier zu nutzen. Dies ändert sich, als die Römer von Süden her vordringen. Ihr Versuch, die Germanen zu besiegen, schlug fehl und so bauten sie, um die Grenze zu sichern, den Limes.

Quer durch Lindschieds Gemarkung zog sich dieser Grenzwall und noch heute lassen sich Fundamente von drei Römertürmen entdecken. In unserer Gegend muss die Landschaft wohl kaum bewaldet gewesen sein. Heidelandschaft, sogenanntes Schafland, und einzelne verkrüppelte Gehölze prägten das Bild. Von den Wachtürmen aus hatten die Grenzposten so einen Überblick bis weit ins Aartal. Der Limes zog sich auf dem Bergkamm vom Kastell Kemel kommend, über den Galgenkopf, den Silberberg, bis hin zum Seifenberg und von dort ins Aartal. Es ist zu vermuten, dass als Grenzsicherung noch zwei weitere Wachtürme existiert haben müssen, von denen jedoch keine Spuren mehr zu finden sind. Eine Brücke über die Aar wurde ab dem 2. Jahrhundert von einem kleinen Kastell, dem sogenannten Kastell Adolfseck gesichert. Mit seinen 360 m² war dieses Kastell das kleinste Kastell am Limes. Es bestand wahrscheinlich nur aus einer gemauerten Außenwand hinter welcher die sich an den Türmen ablösenden Wachposten in Zelten schliefen. Da das Kastell erst im 2. Jahrhundert entstand, obendrein sehr klein war und die hier lebenden Hilfstruppen von Kemel aus befehligt wurden, entstand hier kein Lagerdorf. Von dem Kastell gibt es heute keine Spuren mehr, von der Brücke jedoch fand man die „Eisernen Schuhe“. Die Römer überzogen die Pfahlenden der Brücke mit spitzen Eisenbeschlägen, die sie dann insgesamt in den modrigen Boden stampften. Die Eisenschuhe sind heute im Wiesbadener Museum ausgestellt.

Der interessanteste Zeuge jener Zeit ist jedoch wohl der Justinusfelsen. Auf diesem Felsen hat sich ein römischer Soldat mit dem Namen Ianuarius Justinus 200m außerhalb des Limes verewigt. Dieser Felsen mit seiner Inschrift ist heute ausgewiesenes Kulturdenkmal. Waren es vor der Zeit der Römer die germanischen Volksstämme der Ubier und Mattiaker (daher der Name Aquae Mattiacae für Wiesbaden), die den Vortaunus und den Taunus besiedelten, so war es nun der Volksstamm der Alemannen, der den Limes überrannte. Die Römer gaben den Limes um 260 endgültig auf. Die Kastelle, Lagerdörfer und der Limes blieben verwüstet zurück.

 

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