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HR 3 Dorfwecker

Lindschied holte die restlichen Hessen am Dienstag morgen aus den Betten. Die Crew vom HR 3 Dorfwecker hatte die Einwohner des Bad Schwalbacher Ortsteils mobilisiert und das Dorfgemeinschaftshaus war voll. Ein johlender und pfeifender Morgengruß schallte mittels Übertragungswagen von den Taunushöhen in die Tiefe des Landes.
Damit begann für die Lindschieder eine Veranstaltung, gegen die der Karneval ein verträumtes Kaffeekränzchen ist. Schöner Brauch bei der Sendung "Dorfwecker" des hessischen Rundfunks ist es, dass die gastgebende Gemeinde innerhalb einer Stunde eine Aufgabe lösen muss, die sich mitunter als harte Nuß erweist.

Der Justinusfelsen lieferte diesmal den Aufhänger. Elf Römer sollten in Toga und versehen mit Helm und Schwert aufgetrieben beziehungsweise eingekleidet werden. Der Haken bestand nun darin, dass die elf (Januarius, Februarius, Marcius, Aprilius, usw.) je einen Stein versehen mit einem Sinnspruch - in lateinischer Sprache (!) - in der Hand halten sollten; das alles in einem "römischen Streitwagen" (Fiat oder Ferrari). Stellvertretend für das Dorf wurden drei sogenannte "Flitzer" bestimmt, die die Aufgabe organisierten. Die Wahl fiel dabei auf die Vertreter der Lindschieder Vereine, Andrea Deschamps, Roland Glatzer und Kurt Wendel. Als HR 3 Moderator Mathias Münch die Aufgabe verkündet hatte, brach unverzüglich hektische Aktivität aus. Die Lösung hatte ihre Tücken, aber die Lindschieder bewältigten sie mit Bravour. Erste Frage: Woher die Togas, Helme und Schwerter nehmen? Antwort: Bettlaken, alte Feuerwehr- und Kinderhelme sowie ebensolche Bewaffnung aus dem Fundus junger Mitbürger. Just sah man mehr oder weniger vollständig ausgerüstete römische Legionäre durch die Straßen Richtung Dorfgemeinschaftshaus spurten. Die Steine für jene Sinnsprüche waren schnell gefunden. Am Brunnen vor dem Dorfgemeinschaftshaus lagen sie zu Hauf. "Können wir die nehmen?" fragte "Flitzer" Roland Glatzer vorsichtshalber bei Ortsvorsteher Georg Harz an. Der hatte freilich nichts dagegen.


Blieb das Problem, genug weise Sentenzen zu besorgen, obendrein in der nicht allzu weit verbreiteten lateinischen Terminologie. Ein kleines Büchlein mit dem Titel "Latein für Anfänger" brachte die Lösung. Da nicht alle "Lindschieder Legionäre" gestandene Lateiner sind, schrieb man die deutsche Übersetzung auf die Rückseite der Steine. Jetzt fehlt nur noch der "römische Streitwagen". "Hat jemand einen Ferrari?" hallte es durch die Räume. - keine Antwort - "Einen Fiat?" - Immer noch Schweigen. Dann aber fand sich doch jemand, der einen kannte , der zur offensichtlich seltenen Spezies der Fiat-Fahrer gehört. Unter lautstarkem Gehupe rollte der Wagen vor das Dorfgemeinschaftshaus. Auch dieses Signal ging hessenweit über den Äther. Um 8 Uhr 15 konnte Mathias Münch den zweifellos gespannten Hörern verkünden, dass die Aufgabe gelöst war. Ein derartiges Spektakel hatte Lindschied wohl noch nicht erlebt, schon gar nicht zu so früher Stunde. Die Einwohner waren schon um halb sieben vom Glockenmann, der durch die Straßen lief, aus den Federn geholt worden. Früh genug, um hellwach zu sein, als es dann losging.

 

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