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Die Marienkirche

In Lindschied reifte in den 50er Jahren der Plan zum Bau einer Kirche. Die 140 Katholiken hatten einen weiten, besonders im Winter schwierigen Kirchweg. Die Zahl der Kirchgänger war nach den beiden Weltkriegen stark zurückgegangen. Die Situation besserte sich, als im Jahre 1951 im Kinosaal des Hauses Schwalbach ein vierzehntägiger Gottesdienst eingerichtet wurde. Auf die Dauer war auch das nur ein unbefriedigender Notbehelf. Nach langem Überlegen wurde im Frühjahr 1954 der Entschluss zum Bau einer Kirche gefasst. Es war ein gewagter Entschluss, wie die schweren Bedenken in der letzten Beratung mit den Lindschiedern bezeugten. Die Kosten des Baues wurden auf 40.000 DM geschätzt, von denen die 140 Lindschieder Katholiken nur einen Bruchteil aufbringen konnten. Vorhanden war nur der ideal gelegene Bauplatz der Schule gegenüber, den das Kirchenvorstandsmitglied Philipp Weis kostenlos zur Verfügung stellte. Das Bischöfliche Ordinariat lobte den Eifer der kleinen Gemeinde, konnte aber wegen anderer wichtiger Bauvorhaben keinen Zuschuss geben.


Der Wiesbadener Architekt Paul Johannbroer, der schon die Kirchen in Bechtheim, Kettenbach und Breithardt gebaut hatte, übernahm kostenlos die Planung und Bauführung. Die Zivilgemeinde stellte das Bauholz. Die Erdarbeiten wurden von den Lindschieder Katholiken in Selbsthilfe ausgeführt. Am 21. November wurde der Grundstein gelegt. Man hatte gehofft, noch vor Einbruch des Winters die Kirche im Rohbau fertigstellen zu können, aber durch eine früh einsetzende Frostperiode trat eine Unterbrechung der Arbeit ein. Es war ein trostloses Bild, zudem waren die Mittel erschöpft, und mancher fand seine Bedenken bestätigt. Aber immer wieder fanden sich Wohltäter, die beteiligten Firmen kamen der armen Gemeinde weitgehend entgegen, die meisten führten die Arbeiten kostenlos durch. Im Mai 1955 konnte das Richtfest gefeiert werden. Nun halfen die bischöfliche Behörde und der Bonifatius-verein, beeindruckt von der Leistung der armen Gemeinde, weiter. Am 19. August, dem Sonntag nach dem Fest Mariä Himmelfahrt, wurde die Marienkirche in Lindschied feierlich eingeweiht. Das Gotteshaus bietet für 120 Gläubige Platz.

Über dem Altar ragt ein königliches Kreuz, an der Seite Grüßt Maria, die "Hilfe der Christen": Kreuz und Schutzmantelmadonna, beides Werke des Frankfurter Bildhauers Franz Bernhard. Am meisten freuten sich die Lindschieder Katholiken, die nun Sonntag für Sonntag in diesem schönen Kirchlein Gottesdienst feiern. Sie ruhten auch nicht, bis im Herbst eine Glocke in dem noch leeren offenen Glockenstuhl hing und ein elektrisches Läutwerk eingebaut war. Im „Limburger Glockenbuch, Glocken und Geläute im Bistum Limburg“ ist die Glocke in der Marienkirche definiert: Schlagton es‘‘, Durchmesser 66,6cm, Gewicht ca. 175kg. Sie ist wohl nicht besonders gut gegossen, wohl darum muss der Gießer sein Gießerzeichen und die Jahreszahl weggeschliffen haben. Es ist laut Verfasser, dem Glockensachverständigen des Bistums, Herrn Kirchenmusikdirektor Foersch aus Dillenburg, eine „nachgearbeitete“ Glocke. Möglicherweise war sie im Lager der Gießerei als preiswerte, sogenannte Vorratsglocke erwerbbar. Da Lindschied mit der Finanzierung der Kirche an sich schon knapp bei Kasse war, wurde wohl gezielt nach einer preiswerten Alternative gesucht . Wie bezeichnend dafür die Inschrift auf dieser Glocke: „DIE AUF DEN HERRN HOFFEN/ WERDEN NICHT FALLEN/ SONDERN EWIG BLEIBEN“ .


Ende der 70er Jahre wurde eine Gerätehütte mit festem Fundament an die Kirche angebaut, diese wurde schon bald in einen Gemeinderaum mit einer Teeküche umgebaut.
Zurzeit ist man stark damit bemüht, die teilweise renovierungsbedüftige Kirche vor dem Verfall zu retten. Von Seiten des Bistums scheint es aber keine Aufwendungen für die Renovierung der Marienkirche zu geben. Aus diesem Grunde gründete sich im April 2009 ein Förderverein zur Rettung der Marienkirche, welcher die Kirche reparieren und instandhalten möchte.

 

Das Lindschieder Wappen

Das Lindschieder Wappen

Das Lindschieder Wappen, ein schwarzer,auffliegender Hahn auf goldenem Hintergrund, entstand im Jahre 1514.

Früher diente das Wappen als Siegel des Hubengerichtes, welches unter Lindschieds Dorflinde tagte.

Der Hahn steht als Symbol für Wachsamkeit.

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